Hier schmeckt’s einfach gut

Vom Bagel bis zur Hähnchenbrust Hier schmeckt’s einfach gut

Vor knapp einem Jahr wurde die Mensa in der Sekundarschule eröffnet / Jetzt auch mit Frühstück

Pr. Oldendorf.

Die Farben machen gleich gute Laune: Durch den kleinen orangefarbenen Gang geht es in das neue Gebäude. Hier riecht es lecker nach Hähnchen und Reis. Es wird gelacht, getuschelt, der Tag besprochen und vor allem das Essen genossen. Seit fast einem Jahr haben die Sekundarschüler jetzt ihre Mensa – und möchten sie nicht mehr missen.

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Es ist Viertel nach Zwölf, in der Mensa wird es langsam wuselig. Brav stehen etwa ein Dutzend Schüler in der Reihe und warten auf ihr Essen. Ganz gesittet geht es hier zu. Heute gibt es mit Tomate überbackenes Hähnchen „Napoli“ mit Risotto oder Reis und Gemüse. Constanze Stork und die Mitarbeiterinnen Elke Greve und Kerstin Bösch haben gut zu tun. Ein Menü nach dem anderen verlässt die Theke.

Für das Ehepaar Stork, das in Bad Holzhausen eine Pension betreibt, ist der Betrieb der Mensa Neuland. Unter mehreren Bewerbern haben sie damals die Ausschreibug für sich entscheiden können. „Es macht wahnsinnig viel Spaß“, sagt Constanze Stork. Gekocht wird montags bis donnerstags frisch vor Ort. Das war ihnen ganz wichtig. Nach dem Motto: so wenig Convenience wie möglich. Dazu soll das Menü natürlich auch noch erschwinglich sein: In Pr. Oldendorf kostet es 3,50 Euro (inklusive Dessert, heute: Wackel-, Schoko- oder Vanillepudding). Aber alle Komponenten gibt es auch einzeln. Für zwei Wochen stehen die Menüpläne im Internet. Die Kinder können schon zu Hause mit ihren Eltern etwas auswählen. Auch Schulleiter Christian Schäffer holt sich einen Teller Risotto, spricht hier und da kurz mit Schülern. Er schätzt, dass etwa zwei Drittel der Sekundarschüler die Mensa nutzen. Meistens geht es klassenweise in den Speisesaal, sagt er. Rund 60 Menüs gehen täglich von Montag bis Donnerstag über die Theke. Dazu kommen die Snacks und Kleinigkeiten wie Obst und Brötchen, die morgens und mittags verkauft werden. Neu ist seit September, dass es auch in der zweiten großen Pause gegen 11 Uhr ein Frühstücksangebot gibt. Gemüsebagels oder Schokocroissants sind der Renner. „Wir trauen uns auch mal, etwas auszuprobieren“, sagt Constanze Stork. Nicht unbedingt typisches Kinderessen ist Sauerkraut – ging aber auch ganz gut weg. „Am besten gehen nach wie vor Nudeln in allen Formen und mit allen Soßen“. Oder Pizza, aber auch Hähnchen. Klar, Hot Dogs gehen natürlich auch gut, oder auch ein schön süßer Donut. Und montags sind die „Großen“ da: Dann kommen die Schüler aus dem Haupt- und Realschulgebäude herüber für eine warme Mahlzeit. Auch Mitarbeiter der Stadtverwaltung schauen gern vorbei. Trotzdem soll es eine Schulmensa bleiben und keine öffentliche Kantine. Der Vorteil hier, sagt Constanze Stork, sei die persönliche Atmosphäre. Hier kennt jeder jeden, und auch die Mensabetreiberin kennt ihre jungen Kunden ganz genau – und achtet darauf, dass alle gut versorgt sind. Wenn jemand nur süße Sachen bestellt, fragt sie schon mal, ob er oder sie auch schon etwas „Richtiges“ gegessen hat. Und was kommt nach dem Essen? Klar, Tische abwischen. Auch das haben die Jugendlichen unter sich gut geregelt. Zwei oder drei Schüler sind als Putzdienst eingeteilt. Quelle:  Sandra Spieker / NW

© 2015 Neue Westfälische 14 – Lübbecker Land, Samstag 19. September 2015