Sekundarschule Preußisch Oldendorf Talentschmiede

Lernkonzept

 

1. Das Lernkonzept der Sekundarschule Preußisch Oldendorf

 1.1 Entwicklung von Fachkompetenzen

Das fachliche Lernen nimmt an unserer Schule den ersten Platz ein. Dabei geht es uns darum, dass unsere Schülerinnen und Schüler permanent Wissen, Können und Handlungskompetenzen aufbauen, die strukturiert und miteinander vernetzt sind. Auf der Basis der geltenden Kernlehrpläne wird dieses Ziel durch transportierte Lerninhalte erreicht, die einen deutlichen lebensweltlichen Bezug und damit für die Kinder eine Sinnhaftigkeit aufweisen. Dazu gehört aus unserer Sicht auch eine Grundbildung im Fach Informatik, die sich an der Schnittstelle zwischen dem Entwickeln von Fachkompetenzen und methodisch-medialer Kompetenz befindet: Bereits in Jahrgangsstufe 5 wird diese den Kindern in einem halbjährlichen zweistündigen Kurs vermittelt.

Dem Ansatz der notwendigen Vernetzung wird u. a. durch den Zugriff Rechnung getragen, dass die Lernbereiche „Naturwissenschaften“ (Biologie/Chemie/Physik) und „Gesellschaftswissenschaften“ (Gesellschaftslehre: Erdkunde/Politik/Geschichte) integriert unterrichtet werden. Zusätzlich sind es bereits in Jahrgang 5 die sog. Profil-AGs (sechs Arbeitsgemeinschaften: Fachzuordnungen: Musik, künstlerisch-darstellender Bereich, Sport), die den verschiedensten Interessen und Begabungen der Kinder Rechnung tragen, das Testen und Erkennen von Grenzen ermöglichen und somit viel Raum für die individuelle Entwicklung und eine zutreffende Selbsteinschätzung geben. Die Schülerinnen und Schüler haben im weiteren Verlauf ihrer Schullaufbahn in der Sekundarstufe I die Möglichkeit, diesen Interessen in den Wahlpflichtbereichen I und II vertiefend zu folgen.

 

1.2 Entwicklung von personalen, methodischen und sozialen Kompetenzen

Neben den skizzierten Schwerpunkten legt unsere Schule ein Hauptaugenmerk auf die Förderung methodischer, personaler und sozialer Kompetenzen: Ausgehend von der Prämisse des ständigen Lernens in allen Kompetenzbereichen soll der Lernprozess zunehmend selbstgesteuert ablaufen. Dass hierbei auch Skills wie Selbstorganisation, Teamfähigkeit, Belastbarkeit/Durchhaltevermögen in den Fokus rücken, ist evident. Im Dienste dieses Kompetenzerwerbes stehen die sogenannten SeGeL-Stunden (SeGeL: Selbstgesteuertes Lernen).

Organisatorisch handelt es sich in jeder Jahrgangsstufe um drei Unterrichtstunden, die in den rhythmisierten langen Schultag integriert sind und in denen die Lernenden ihren Lernprozess ausschließlich selbst organisieren: Insgesamt stehen den Kindern in vier Lernbüros –räumlich identisch mit den Klassen- und Differenzierungsräumen des Jahrgangs- vier Arbeitsgruppen mit den Fachzuordnungen Deutsch, Mathematik, Englisch und Forschen/Projekte zur Verfügung.

Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich, u. U. nach Beratung durch die begleitenden Fachlehrerinnen und Fachlehrer, für ein Lernbüro. Hier haben sie Gelegenheit, je nach ihrer persönlichen Lernausgangslage und –disposition Unterrichtsgegenstände in ihrem persönlichen Lerntempo zu vertiefen, zu üben oder –ihren individuellen Neigungen folgend- forschend genauer in Augenschein zu nehmen. Dass ein solches Vorgehen eines differenziert geplanten Lernarrangements in allen Unterrichtsfächern bedarf, etwa durch kompetenzgestufte Wochenpläne oder Projekt- bzw. Portfolioarbeit, ist für uns selbstverständlich.

Ergänzend der Hinweis, dass die Evaluation des eigenen Lernprozesses immer wesentlicher Teil des selbstgesteuerten Lernprozesses zu sein hat, denn bereits über die rückschauende Arbeit etwa mit Kompetenzrastern/Selbstevaluationsbögen können die Lernenden die Effizienz und Funktionalität des Lernens selbst überprüfen., ohne dass sie traditionelle Wege der Leistungsüberprüfung bereits komplett ersetzen.

Über den Fachunterricht hinaus können die Schülerinnen und Schüler auch insbesondere in den SeGeL-Stunden Lernstrategien, z.B. im Umgang mit ihrem Wortschatzerwerb im Fach Englisch, erproben, genannt seien hier etwa Tandembögen, Laufdiktate, Partnertests o.ä. Ziel ist es auch hier, im Sinne einer Maßanfertigung die individuell passende Lernstrategie zu finden.

 

Mit dem Ablauf des ersten Schuljahres wird durch die schulischen Mitwirkungsgremien nach Rückmeldung durch die Lerner und ihre Lernbegleiter darüber zu befinden sein, ob dem Anspruch nach Selbstständigkeit und Eigenverantwortung und Selbstorganisation zukünftig durch einen weiteren Ausbau des SeGeL-Bereiches auf 6 Stunden im kommenden Schuljahr noch stärker Rechnung getragen werden kann, allerdings auf Grundlage von fach-zugeordneten Lernplänen.

Das Lernkonzept der Sekundarschule Preußisch Oldendorf