Sekundarschule Preußisch Oldendorf Talentschmiede

Erziehungskonzept

Erziehungskonzept der Sekundarschule Pr. Oldendorf

Jedes Handeln in unserer Schule stellt den Menschen als wertzuschätzendes Individuum in den Mittelpunkt und hat ermutigenden Charakter.

Ein Hauptanliegen unserer Schule ist es die Kinder und Jugendlichen zu selbstständigen Lernern zu erziehen, sie einerseits auf ihre weitere Schullaufbahn und ihr Berufsleben vorzubereiten, ihnen aber auch die grundlegenden gesellschaftlichen Regeln zu vermitteln. Daher gehören für uns ein organisiertes Classroom Management, eine ausgeprägte Kommunikationsstruktur, eine Übergangsberatung sowie eine verlässliche und aktive Schulsozialarbeit zu unserem nachfolgend dargestellten Erziehungskonzept.

Die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule übernehmen für unsere Schülerinnen und Schüler eine Vorbildfunktion und vermitteln durch Pünktlichkeit, Verlässlichkeit und den Umgang mit ihren Mitmenschen wichtige Grundvoraussetzungen, die die Schüler nicht nur während der Schulzeit, sondern auch auf ihrem weiteren Weg zu erfolgreicher und gestaltender gesellschaftlicher Teilhabe führen.

Die einzelnen Klassen werden von zwei Klassenlehrern im Team geleitet. Um das Lernen in den Klassenräumen angenehm zu gestalten und eine motivierende Atmosphäre zu schaffen, erarbeitet das Klassenleitungsteam gemeinsam mit den Schülern, während der ersten Klassenratsstunden im 5. Schuljahr, Klassenregeln. Diese Regeln werden von den Schülern verschriftlicht und in der Klasse auf Dauer plakatiert. Einen großen Raum der Klassenraumgestaltung nimmt die Präsentation von Arbeitsergebnissen der Schüler ein. Dazu tragen alle Fachlehrer bei.

Über aktuelle Veranstaltungen (beispielsweise zu Bundesjugendspielen oder außerschulischen Veranstaltungen) und über die Einteilung der Klassendienste können sich die Schüler in den Klassen informieren. Dazu gehört in jeder Klasse außerdem eine reservierte Tafelseite für Aufgaben und Ankündigungen von Klassenarbeiten. Die Schüler können sich dadurch jederzeit einen Überblick über anstehende Klassenarbeiten und zu erarbeitende Themen verschaffen und sich dementsprechend vorbereiten.

Aber auch Produkte des Kunstunterrichts, mitgebrachte Poster, Fotos von gemeinsamen Klassenaktionen sowie ein Geburtstagskalender machen die Klassenräume individuell und tragen zu einem guten Lernklima bei.

Der Unterricht an der Sekundarschule wird unterstützend begleitet durch Rituale. Die Schüler sind verantwortlich für Ordnung und Sauberkeit in der Klasse. Es werden wöchentlich Dienste an Schüler verteilt, die am Ende des Schultages für Sauberkeit und Ordnung (Boden fegen, Tafeldienst, Fensterdienst) sorgen. Jedoch ist jeder Schüler für die Sauberkeit und Ordnung an seinem eigenen Platz verantwortlich.

Ein wichtiges Ritual für die Klassenratsstunden ist das Entleeren des Briefkastens. Die Schüler haben die Möglichkeit ihre Sorgen, aber auch Wünsche zu verschriftlichen und in einen Briefkasten zu werfen. In dieser Stunde wird darüber im Klassenverband und mit den Klassenleitungen diskutiert und somit auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen. Mit zunehmendem Alter und zunehmender Erfahrung der Schüler nimmt der Moderationsanteil des Klassenleitungsteams ab. Die Prozess- und Selbstverantwortung wird den Schülern hier auch über den Unterricht hinaus übertragen, wenn es darum geht, über Wünsche und Sorgen der Mitschüler zu diskutieren und ggf. eine Abstimmung zu treffen.

Auch über den Unterricht hinaus gibt es Regeln für die Pausenzeiten und für den Aufenthalt im Schulgebäude. Diese Regeln sind in den Gemeinsamen Vereinbarungen der Sekundarschule verschriftlicht (siehe Anhang). Weiterhin haben Schüler, Erziehungsberechtigte sowie die Klassenleitungen untereinander einen Vertrag zum Verhalten und den Regeln an unserer Schule geschlossen (siehe Anhang). Während der Klassenpflegschaftssitzungen werden darüber hinaus mit den Eltern weitere mündliche Vereinbarungen getroffen. Beispielsweise gilt als selbstverständlich, dass das Kommunikationsheft regelmäßig gelesen wird und dass Klassenarbeiten und Tests unaufgefordert unterschrieben werden.

Im Blickfeld unserer Schule liegt die Wertschätzung besonderer Leistungen unserer Schüler. In einer Aulastunde werden die Schüler für besondere Leistungen geehrt und bekommen eine Anerkennung (Übernahme von Aufgaben für die Schulgemeinschaft, Bundesjugendspiele, bestes Zeugnis, Sportwettkämpfe, … ).

Der Tagesablauf außerhalb des regulären Stundenplans ist ein wichtiger Bestandteil unserer Erziehungsarbeit. So werden mit den Schülern in allen Jahrgängen gemeinsame Tagesausflüge zu außerschulischen Lernorten geplant und durchgeführt: Eislaufbahn, Kalkriese, Besuch auf dem Bauernhof. Es werden externe Experten zu uns an die Schule eingeladen und mit den Schülerinnen und Schülern Projekte durchgeführt: Die Projekte „Gesunde Schule im Mühlenkreis“ und „Gewaltprävention“ (Schulsozialarbeit plus externe Partner) seien hier als Beispiele genannt.

In Klasse 5 oder 6 wird im Rahmen unseres Fahrtenprogramms eine mehrtägige Klassenfahrt mit den Kindern geplant und durchgeführt.

Das selbstständige Lernen steht an unserer Schule – wie einleitend erwähnt –besonders im Fokus. Es wird während der Unterrichtszeit durch die Bearbeitung von Arbeitsplänen, durch Stationsarbeiten, durch den Einsatz von Methoden, durch Gruppen- und Partnerarbeiten sowie die individuelle Beratung durch Fachlehrer gefördert. Daher sind im Stundenplan dreimal pro Woche Zeiten zum selbstgesteuerten Lernen (SegeL) platziert. Die Schüler arbeiten dann selbstständig an Aufgaben, bereiten sich auf Klassenarbeiten und Tests vor oder lernen Vokabeln. Dafür stehen ihnen die vier Lernbüros: Mathematik, Deutsch, Englisch und Forschen zur Verfügung. Die Kinder entscheiden selbst, in welchem Lernbüro sie arbeiten möchten. Sie müssen sich eigenverantwortlich, die Unterrichtenden fungieren als Berater, vor der Stunde entscheiden, woran sie noch arbeiten möchten oder welche Aufgabe vorrangig bearbeitet werden sollte, da die vorgegebene Bearbeitungszeit (Wochenpläne) bald abläuft. Dementsprechend stellen sie ihre Materialien zusammen, die sie in das jeweilige Lernbüro mitnehmen.

Einen weiteren Mitgestaltungsbereich für Schüler stellt die Mitarbeit in der Schülervertretung dar.

Aus der gesamten Schülerschaft wird durch die Wahl der Klassensprecher und Vertreter der Schülerrat gewählt. Dieser Schülerrat wählt aus seiner Mitte den Schülersprecher und seinen Vertreter. Dieses Gremium bildet die Schülervertretung. Der Schülerrat tagt anlassbezogen und wird durch einen Verbindungslehrer unterstützt. Die Schülervertretung ist das Bindeglied zwischen Schülerschaft und den Lehrerinnen und Lehrern. Sie ist auf der einen Seite eine Anlaufstelle für Schüler, wenn diese Fragen oder Probleme haben, auf der anderen Seite aber natürlich auch Ansprechpartner für Lehrer oder die Schulleitung.

An der Sekundarschule sieht die Schülervertretung ihre Aufgabe darüber hinausgehen auch darin, das Schulleben durch Initiativen zur Verbesserung des Schulklimas/ Schülerzufriedenheit zu bereichern. Somit kann die Schülerschaft über die Schülervertretung aktiv an der Gestaltung ihrer Schule mitwirken.

Ab der Klasse 7 sind die Schülerratsmitglieder in der Schulkonferenz stimmberechtigt. An unserer Schule werden auch die Klassensprecher der 5. und 6. Klassen zur Schulkonferenz eingeladen. Dort können sie sich als Gäste zu Wort melden, Vorschläge machen und Projekte vorstellen.

So wie die Schüler in ihren Klassen regelmäßig in Teams (siehe selbstständiges Lernen) arbeiten, arbeiten auch die Lehrer sowie die Schulleitung in einem Team. Im Klassenleitungsteam sind die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten geregelt und werden verlässlich durchgeführt. Die Fachlehrer arbeiten in Fachkonferenzteams zusammen und stimmen sich über Lerninhalte, Leistungsbewertungen und Methoden ab. Außerdem arbeiten Lehrer in Jahrgangsteams eng zusammen und beraten sich bezüglich der Optimierung des Classroom Managements, gemeinsamer Projekte und Methoden. Darüber hinaus sind im Stundenplan Teamstunden verankert, in denen Förder- und Forderunterricht stattfindet. Die Lehrer im jeweiligen Team beraten sich über die optimale Einteilung der Gruppenzusammensetzung der Schüler während dieser Stunden und optimieren diese gegebenenfalls dem individuellen Lernfortschritt entsprechend.

Da der Lernerfolg und die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler an unserer Schule immer im Mittelpunkt stehen, ist ein breit aufgestelltes Kommunikationsnetz und damit verbundener Austausch mit Beratung erforderlich.

Erziehungskonzept

 

Wie das Schaubild zeigt, besteht an unserer Schule eine ineinandergreifende Kommunikationsstruktur zwischen Schülern, Erziehungsberechtigten, Lehrern, Schulsozialarbeit, Förderverein, Klassenpflegschaft und Schulpflegschaft sowie folgenden Kooperationspartnern: Kirche, Sozialamt, Schulpsychologen, Stadtjugendpfleger, den Organisationen “Wildwasser“ und “Mannigfaltig“, dem Kreisjugendring, der Jugendhilfe und Bezirksbeamten der Polizei. Auch zu den Förderschulen Rodenbeck (ESE/Sek I) und der Schule Mindenerwald (ESE/Primarstufe) pflegen wir seit Jahren eine enge Kooperation.

Wichtig ist die enge und regelmäßige Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus. Auch Klassenpflegschaftsabende, Informationsabende und Schulkonferenzen ermöglichen Schülern sowie Eltern und der Lehrerschaft ein transparentes Informationssystem. Selbstverständlich erfolgt eine regelmäßige Kommunikation zwischen Lehrern. Zeugniskonferenzen und pädagogische Konferenzen bieten Kommunikationsanlässe. Dadurch wird der Lehr-/Lernprozess ständig evaluiert und den jeweiligen Erfordernissen angepasst.

Um den Lernerfolg aller Schüler sicher zu stellen bedarf es auch Konsequenzen, die bei Verstößen gegen Klassenregeln und dem Vergessen von Materialien und Aufgaben wirksam werden. An unserer Schule setzen wir hierzu zwei Konzepte in Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten erfolgreich um.

Wir arbeiten mit einem von uns modifizierten Trainingsraumkonzept Es basiert auf drei Regeln.

• Jeder Schüler hat das Recht ungestört im Unterricht zu arbeiten.

• Jeder Lehrer hat das Recht ungestört zu unterrichten .

• Jeder hat das Recht des anderen zu akzeptieren.

Missachten Schüler diese drei Regeln, werden sie auf ihren Verstoß hingewiesen und einmal vor die Wahl gestellt, ob sie ab sofort bereit sind die Regeln zu befolgen und weiter am Unterricht teilnehmen möchten oder nicht. Ansonsten entschließen sich die Schüler die Unterrichtsstunde zu verlassen um ihr Handeln zu reflektieren.

Darüber hinaus werden für einige Schüler individuelle Maßnahmen eingeleitet: Einrichtung besonderer Lernzeiten zur Nacharbeitung von Aufgaben, Erarbeitung besonderer Übungsaufgaben zur Festigung des Gelernten.

Um Schüler bei Bedarf in ihrem Lernen und Sozialverhalten zu unterstützen, werden mit einzelnen Schülern Zielvereinbarungen getroffen. Einige Schülerinnen und Schüler haben während der SegeL – Stunden feste Plätze, da sie mit dieser Maßnahme ihre SegeL-Zeit effektiver nutzen und zielstrebiger und konzentrierter arbeiten.

Nach den Halbjahres- und Jahreszeugnissen bekommen Schülerinnen und Schüler, die eine mangelhafte Leistung im Zeugnis attestiert bekommen haben, einen schriftlichen Lerntipp, den sie gemeinsam mit dem entsprechenden Fachlehrer- in entwickeln, um ihre Leistungen zu verbessern.

Regelmäßiges Feedback durch Bewertungsbögen zu Klassenarbeiten sowie Arbeitsplan- und Segelaufgaben geben den Schülern einen Überblick darüber, welche Lernbereiche schon gut verstanden wurden und wo etwas wiederholt werden sollte, um in Klassenarbeiten und Tests, aber auch in Unterrichtsgesprächen erfolgreich mitarbeiten zu können.

Darüber hinaus erhalten Schüler und ihre Eltern regelmäßig Feedback über Lernbereiche (Eltern- Schülersprechtag). Auch in den regulären Unterricht fließt eine regelmäßige Rückmeldung zu erbrachten Leistungen ein.

Ebenso erstellen Klassenleitungen in halbjährigem Turnus eine Liste zum Arbeits- und Sozialverhalten der einzelnen Schüler und schlagen der Lehrerkonferenz eine Wertung in diesem Bereich vor über den dann alle betroffenen Fachkollegen der jeweiligen Klasse diskutieren und ggf. verändern.

Einen hohen Stellenwert nimmt an der Sekundarschule die Schulsozialarbeit ein. Der Schulsozialarbeiter zeigt Präsens gegenüber den Schülern und ist während des Schultages für sie ansprechbar. Auch darüber hinaus werden Termine ggf. mit Klassenlehrern, Eltern oder externen Partnern zur individuellen Beratung vereinbart. Der Schulsozialarbeiter organisiert Präventionsveranstaltungen und führt diese mit Kolleginnen und Kollegen (Kooperationspartnern) durch. Außerdem werden an unserer Schule regelmäßig freizeitpädagogische Maßnahmen sowie Sportveranstaltungen aus dem Bereich Schulsozialarbeit organisiert.

Zudem tragen die Aktionen der Schulsozialarbeit, wie z. B. Selbstverteidigungskurse, sehr zur Mädchenstärkung bei. Generell ist der Unterricht an der Sekundarschule so angelegt, dass er sowohl den Jungen als auch den Mädchen gerecht wird. Dies verstehen wir als Teil der individuellen Förderung an unserer Schule.

Die Betreuungsangebote werden an unserer Schule durch den 13 + Bereich, durch freiwillige AGs und die Musikschule gestaltet.

Erziehungskonzept der Sekundarschule Pr (3)