Weltmädchentag

 „Bürgermeisterin für einen Tag“        Weltmädchentag

Eine Aktion zum Weltmädchentag am 11. Oktober

 

In Deutschland haben Mädchen die gleichen Rechte wie Jungen. Trotzdem haben sie jedoch häufig nicht die gleichen Chancen am beruflichen, gesellschaftlichen und politischen Leben teilzunehmen. In Deutschland sind über 90 Prozent aller Bürgermeister männlich und im Kreis Minden-Lübbecke gibt es gar keine Bürgermeisterin. Der Rat der Stadt Preußisch Oldendorf setzt sich aus 24 Männern und nur 3 Frauen zusammen.

Am Weltmädchentag haben Stadt und Politik deutlich gemacht, dass auch jungen Frauen die gleichen Chancen haben müssen wie Männer, später einmal eine Führungsposition zu erlangen oder politisch aktiv zu werden.

Bürgermeister Marko Steiner und Gleichstellungsbeauftragte Andrea Kneller haben am Weltmädchentag vier Schülerinnen für einen Tag ins Rathaus eingeladen. Für den Job „Bürgermeisterin für einen Tag“ haben sie sich mit einem Motivationsschreiben beworben.

Corinna Jankowski, Klara Stübing, Juliane Helmich und Jeanette Urlacher begleiteten den Bürgermeister und erlebten, welche Aufgaben und Tätigkeiten eine Führungskraft in dieser Position ausübt und welche Arbeitstermine anfallen. Der Vormittag begann beispielsweise für Herrn Steiner und seine vier „Amtskolleginnen“ mit einem Gespräch mit Frau Hegi-Koch, der stellvertretenden Fachbereichsleiterin für Finanzen und Wirtschaftsförderung über den städtischen Haushalt.

Nach der Mittagspause erhielten die Teilnehmerinnen spannende Einblicke in die Kommunalpolitik. Die Preußisch Oldendorfer Ratsfrauen Hannelore Lösche, Marlotte Oestreich und Iris Pfeiff berichteten über ihren politischen Werdegang und beantworteten die Fragen der Mädchen. Dabei wurde deutlich, dass es schwierig ist, Politik und Familie unter einen Hut zu bekommen. Frau Oestreich und Frau Lösche wurden politisch aktiv, als ihre Kinder erwachen waren und bei Frau Pfeiff, die mit 48 Jahren die jüngste Frau im Rat ist, ging es nur mit der vollen Unterstützung der Familie, inklusive Oma.

Die Veranstaltung war eine Kooperation der Stadt Preußisch Oldendorf mit der Schulsozialarbeit der Haupt- Real- und Sekundarschule in Preußisch Oldendorf.

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v.l.: Corinna Jankowski (Sekundarschule), Marko Steiner (Bürgermeister), Klara Stübing und Jeanette Urlacher (Realschule) im Büro des Bürgermeisters. Am Telefon: Juliane Helmich (Hauptschule)