Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage

Mit Farbe und klaren Worten gegen Rassismus

Sekundarschule Pr. Oldendorf sagt „Nein!“ zu Diskriminierung

Seit mehr als 2 Jahren gehört die Sekundarschule Preußisch Oldendorf dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an. Grundvoraussetzung diesem Projekt anzugehören ist, dass sich mindestens 70% der Mitglieder der Schulgemeinschaft mit einer Unterschrift dazu verpflichten sich gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen. Und so hat auch die Sekundarschule am vergangenen Mittwoch dem 14.03.2018 wieder ein deutliches und farbiges Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Gemeinsam mit den Schulsozialarbeitern Janin Gilbert und Thorsten Klötzel, sowie Bundesfreiwilligendienstlerin Sarah Schröder besuchten acht Schülerinnen und Schülern der Schülervertretung der Jahrgänge sieben bis neun Projekte der Aktionswoche „BUNT STATT SCHWARZ WEISS“ in Espelkamp. Im Zentrum der Aktionswoche rund um den internationalen Tag gegen Rassismus am 21.03. stand die Bekämpfung von Rassismus, Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Schwarz – Weiß – Denken. Stattdessen war es Ziel, ein Zeichen für Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz zu setzten. Insgesamt bot die Aktionswoche über sechs Tage mehr als zehn verschiedene Projekte an.

Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule nahmen an zwei Projekten teil. Zuerst besuchten sie von 14 bis 17 Uhr den Workshop „Schluss mit Schwarzmalerei – Graffiti statt Hakenkreuze“ im Isy7. Hier ging es darum, mithilfe von Graffiti ein buntes Bild gegen Rassismus zu kreieren. Angeleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von zwei professionellen Graffitikünstlern vom Cultures Interactiv. Sie wiesen die Jugendlichen in die Sprühtechnik mit der Farbdose ein, gaben hilfreiche Tipps und unterstützten sie beim Erschaffen ihrer eigenen Kunstwerke. Diese Aktion traf bei den Schülern auf große Begeisterung,  da sie in mehreren Gemeinschaftsarbeiten mit Spaß und Kreativität ihre Ideen auf die zur Verfügung gestellten Stellflächen aufbringen konnten. Die fertiggestellten Kunstwerke durften sie natürlich mitnehmen, um sie in der Schule für andere deutlich sichtbar aufzuhängen.

Als zweiten Aktionspunkt besuchten die Schülerinnen und Schüler einen Poetry Slam im Elite–Kino. Nach einer kurzen Einweisung und Erklärung durch den Slam Master wurden die jungen Künstler vorgestellt, bevor sie sich mit ihren selbstgeschriebenen Texten auf der Bühne präsentieren durften. Sehr beindruckend waren die Vorträge junger Geflüchteter, die ihre Texte zunächst in ihren arabischen und russischen Muttersprachen und anschließend in deutscher Übersetzung vortrugen. Jeder Slamer hatte genau fünf Minuten Zeit, um das Publikum von sich zu überzeugen. Danach ermittelte eine Jury mithilfe des Publikums den Gewinner. Für viele der Schülerinnen und Schüler war der Poetry Slam eine völlig neue Erfahrung.  Aber die vielen verschiedenen Texte mit Aussagen wie „Charakter statt Hautfarbe“ oder „Rassismus ist die Mischung aus Angst und Ignoranz“  überzeugten sie sofort.  Die Schülerinnen und Schüler waren fasziniert von den immer wieder wechselnden Themen und der Authentizität, die durch die Poetinnen und Poeten ausgestrahlt wurde.  Nach Bekanntgabe des Siegers, ging es am Abend für alle wieder zurück zur Sekundarschule Preußisch Oldendorf, im Gepäck viele neue Eindrücke und Erlebnisse, wie auch die eigenen Graffiti-Kunstwerke.

Mit beiden Aktionen setzten die SV-Schülerinnen und Schüler stellvertretend für die ganze Sekundarschule Pr. Oldendorf ein starkes Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung und machten noch einmal sehr eindrücklich deutlich, dass sie den Titel SCHULE OHNE RASSISMUS – SCHULE MIT COURAGE nicht nur trägt, sondern auch lebt.