Schachturnier

Schach – gelebte Heterogenität und InklusionSchachturnier-1

Es ist Freitag gegen 14.30Uhr; der Unterricht ist vorbei, die Schule eigentlich aus. Trotzdem sind 10 Schülerinnen und Schüler in der Schule geblieben, um unter sich den 5. Schulschachsieger der Sekundarschule Preußisch Oldendorf zu ermitteln.

Interessiert schauen Jamie aus der 8c und Kai aus der der 7b Artjom (5a) über die Schulter, wie er Tiaras Läufer (Jg.6) schlägt. „Schach“ tönt es aus Artjoms Mund und nach 5 weiteren Zügen steht es Matt. Tiara akzeptiert, dass Artjom heute besser war. Gemeinsam stellen sie die Figuren wieder auf und suchen sich neue Gegner. Artjom rollt dabei in seinem Rollstuhl durch den Raum und fragt die Turnierleitung (Herr Klötzel und Herr Waltking), wie denn nun die Tabelle aussieht.

Insgesamt sind alle Kinder mit Eifer und Einsatz dabei, wenn es darum geht Türme, Damen und Bauern über die 64 schwarz-weißen Felder des Schachbrettes zu jagen. Dabei spielt es keine Rolle, wie alt die Gegner sind, welchem Geschlecht sie angehören noch ob sie in Deutschland geboren sind oder die Sprache perfekt können. Jeder und jede wird so akzeptiert, wie er/sie ist. Auch werden die Leistungen des Gegners anerkannt, Sieg oder Niederlage sind halt Teil des Spiels (auch wenn man sich mal über eine vertane Chance ärgert). Dass es sehr eng zuging, zeigte die Vorrundentabelle: Keiner ging mit Null-Punkten heraus. Jeder konnte jeden schlagen, auch wenn sich zuletzt  ein Dreikampf um den Sieg zwischen Kai, Jamie und Artjom herauskristallisierte.

Am Ende mussten die drei noch einmal direkt gegeneinander spielen, wo sich der letztjährige Sieger Kai Ballmeyer durchsetzte. Jamie Gähme und Artjom Mkrtchyan kamen auf die Plätze. Diese drei erhielten Pokale, alle anderen eine Medaille (Beat Penner 5a, Tiara Josephine Lewin 6a, Felix Kalkreuter 6b, Fabian Arius 6b, Lukas Henke 6b, Kira Arius 7a, Alex Rodrigues 9b). Alle Teilnehmer werden noch eine Urkunde bei der Bestenehrung in der Schule erhalten; wenn das nicht Motivation und Ansporn ist, nächstes Jahr wieder mitzumachen. Einige haben schon gesagt, dass sie zwecks spielerischer Verbesserung das Schach-Bauerndiplom und –Turmdiplom erwerben wollen. Mal sehen, was nächstes Jahr dann möglich ist.

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